„Es gehen wieder neun Instrumente in Betrieb. Die erweiterte Fläche ermöglicht es, zusätzliche Messgeräte aufzustellen“, berichtet Christoph Resch-Anzengruber. Der Techniker betreut gemeinsam mit Philipp Rohr die meteorologische Station an der Uni Graz, die im Bereich Heinrichstraße 31 die Temperatur sowie andere Werte misst, wie jede:r auf https://steiermark.orf.at/ und auf https://www.uni-graz.at/de/ mitverfolgen kann.
Die Messungen der Station und jene auf dem Gebäude Heinrichstraße 28 stellen das Datenmaterial für die geophysikalische Forschung sowie österreichweite Wetterbeobachtung bereit. Gleichzeitig ist man dank der neuen Plattform für das Graz Center of Physics sowie weitere Kooperationen bestens gerüstet. Bereits jetzt fließen die Daten in das meterologische Messnetz der GeoSphere Austria und andere österreichweite Netzwerke, wie ARAD (Strahlungsmonitoring und Strahlungsmessnetz Österreich) oder ANIP für Isotope im Niederschlag und in Oberflächengewässern.
Neuordnung
Mit dem Ausbau kann nun die mit der Zeit gewachsene Zahl an Instrumenten neu geordnet werden. Resch-Anzengruber begründet: „Die einzelnen Sensoren brauchen entsprechenden Abstand voneinander, damit sie keinen Einflüssen, wie etwa Beschattung, ausgesetzt sind.“ Zudem erleichtert das vergrößerte Plateau den Besuch von Studierenden und Interessierten, ebenso die Wartung und tägliche Messung. Denn nach wie vor werden neben der automatisierten Erhebung einige Beobachtungen „händisch“ durchgeführt. Darunter etwa zur Sichtweite oder zur Bewölkung.
In Österreich einzigartige Apparaturen wie der Sonnenschein-Autograph – den es sonst nur noch am Uni-Graz-Observatorium Kanzelhöhe gibt – werden ebenfalls wieder Platz finden, weil sie die oft mehr als hundertjährigen Messreihen kontinuierlich fortsetzen. „Beim Autographen handelt es sich um eine große Glaskugel mit Papierstreifen, in die die Sonnenscheindauer eingebrannt wird“, schildert Christoph Resch-Anzengruber.