In Eis in der Nähe der Jauntalbrücke in Kärnten gefertigt und dann in der Nacht per Sondertransport über die Autobahn auf die Baustelle des Graz Center of Physics (GCP) verlegt: In den frühen Morgenstunden des 23. Februars wurden die ersten beiden Teile der Fachwerkskonstruktion auf die Decke über dem Erdgeschoss des GCP per Kran gehoben. Insgesamt 64 dieser großen Stahlteile [bis zu 8to schwere Teile] werden bis Mai 2026 an die Großbaustelle bei der Uni Graz geliefert und verbaut. Die mehr als 400 Tonnen schwere Gesamt-Konstruktion dient nicht nur der Statik des Gebäudes, sondern hat auch einen positiven Nebeneffekt: Durch diese technische Lösung kommen alle fünf Hörsäle ohne Säulen aus.
Für die Produktion eines dieser Stahl-Elemente sind rund 1500 Mannstunden notwendig. Gefertigt werden sie in einem Unternehmen in der Ortschaft Eis im Bundesland Kärnten. Mittels 34 genehmigter Sondertransporte werden sie dann nachts per Lkw nach Graz auf die Baustelle gebracht, mit dem Kran auf ihren Bestimmungsort gehoben und verbaut. „Wir erwarten bis Mai alle zwei bis drei Werktage eine Lieferung der Träger. Angehoben und platziert werden sie dann ab sechs Uhr früh, sobald die Bauarbeiten offiziell beginnen“, erklärt Klaus Grill, Projekt-Manager der Bundesimmobiliengesellschaft.
Video: Kran hebt das erste Fachwerkteil ins erste Obergeschoß des GCP
Die Arbeiten am neuen Physikcenter der TU Graz und Uni Graz verlaufen planmäßig. Insgesamt 120 Bauarbeiter:innen sind derzeit gleichzeitig am Baufeld beschäftigt. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau stehen, Anfang nächsten Jahres soll die Dachgleiche – ein weiterer wichtiger Meilenstein – gefeiert werden. Offizielle Eröffnung ist dann 2030.
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